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  • sigizitzart

Ein Bruchteil Liebe

Aktualisiert: 14. März 2022



Diese Woche war Valentinstag. Nicht, dass der Valentingstag= Liebe ist, nein, nein. Dennoch- er hat mir einen Anstubser gegeben, der Liebe zum wiederholten Male auf die Schliche zu gehen.

Über dieses Thema könnte ich so viel erzählen und schreiben, dass es einen einzigen Blogbeitrag sprengen würde.


Daher habe ich mich für ein Gedicht entschieden. Es handelt nicht von einer Paarbeziehung. Sondern von einer Begegnung, die auch Liebe war, obwohl es eben nicht ausging wie im Märchen.

Die Liebe begegnet uns aus meiner Sicht unser Leben lang, in ganz verschiedenen Formen. Das was wir Beziehung nennen, ist nicht= Liebe.

In der Vergangenheit habe ich sogar öfter mal die Erfahrung gemacht, dass Liebe auch Loslassen sein kann. Dass man eine Person erst dann wirklich liebt, wenn man sie gehen gelassen hat. Weil das, was man versucht hat- ein menschengemachtes Beziehungskonstrukt- nicht geklappt hat.

Liebe ist für mich eine Energie.

Sie bedeutet für mich, jemand anderem etwas Gutes zu wünschen.

Und alles Andere kommt danach.


Wie ist deine Perspektive?

Was ist Liebe für dich?



Andere loslassen im Sinne von sein lassen und ihnen Gutes wünschen, ist nur ein Bruchteil von dem, wie ich die Liebe erlebe. Es ist eine stark vereinfachte und reduzierte Definition meinerseits.

Und ein anderer Bruchteil von Liebe ist in diesem Gedicht. Über das Lieben, merkwürdiges Timing und das Loslassen. Es ist schon ein paar Jahre alt und auch wenn ich Dinge inzwischen anders sehe, lese ich es immer noch gerne. Weil es mich an bestimmte Erfahrungen meiner Geschichte erinnert. Und ich denke auch, dass du vielleicht diese Fragen und Gedanken kennst.


Daher- bitteschön:


Wir waren großartig


Wir waren großartig, aber es war nicht unsere Zeit.

Du hast mich gefunden und ich war unbereit.

Ich habe nichts gesucht und du warst einfach da.

Wir wollten vieles sein zusammen, doch damals war uns das nicht klar.


Und nenn mich verrückt-


manchmal träume ich davon.

Von dem, was wir hätten sein können.

Ein Geruch der nach dir riecht,

das Vermissen, das in meine Augen kriecht.

Sehnsucht meine alte Bekannte!

Habe geträumt, dass mir jemand deinen Namen nannte.

Manchmal vermisse ich es.

Das, was wir waren und

von dem ich dachte, wir würden es heute sein.

Dann fühlt sich meine Erinnerung groß an

und ich mich ganz klein.

Wir waren großartig, aber es war nicht unsere Zeit.

Ich hab dich gefunden und du warst unbereit.

Du hattest nichts gesucht und ich war trotzdem da.

wir wollten vieles sein zusammen, doch damals war uns das nicht klar.



Bald mehr!


Sigi



Illustration: "Planets"/ Sigi Zitz/ Jan. 2020

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